Aachen: Zum ersten Mal auch ein Karlspreis für die Jugend

Aachen : Zum ersten Mal auch ein Karlspreis für die Jugend

Nach längerer Vorbereitung wird in diesem Jahr in Aachen erstmalig auch ein Karlspreis für die Jugend verliehen. Der Termin steht fest, der Ort noch nicht.

Am 29. April, zwei Tage vor der Auszeichnung Angela Merkels mit dem „großen” Karlspreis, werden die Nachwuchseuropäer geehrt, allerdings nicht im Krönungssaal. Laut Karlspreisstiftung ist an einen Festakt in einem „jugendgerechteren Umfeld” gedacht, möglicherweise in Räumen der RWTH.

Der Plan, einen Karlspreis für junge Leute aus der Taufe zu heben, wird schon länger verfolgt, zuletzt setzte sich EU-Parlamentspräsident Hans-Gert Pöttering energisch für die Idee ein.

Jetzt haben das Europäische Parlament und die Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen den entsprechenden Wettbewerb ausgeschrieben, Einsendeschluss ist der 8.Februar. Teilnehmen können alle 16- bis 30-Jährigen aus den Mitgliedsstaaten der EU - als Einzelpersonen, vorzugsweise aber in Form von Projektgruppen.

Für den Jugend-Karlspreis in Frage kommen alle Unternehmungen, die zur europäischen und internationalen Verständigung beitragen, die die die Entwicklung eines gemeinsamen Gefühls europäischer Identität und Integration befördern und die praktische Beispiele dafür liefern, wie (junge) Europäer zusammenleben. Veranstaltungen aus den Bereichen Sport, Kunst und Kultur sind ebenso preiswürdig wie Austausch- oder Internetprojekte.

Schon im März soll in allen 27 EU-Ländern eine Jury den nationalen Sieger küren, das große Preisgericht, bestehend aus vier EU-Parlamentariern und vier Stiftungsmitgliedern, wird am 4. April die Endauswahl treffen. Für die Plätze 1 bis 3 sind Geldpreise in Höhe von 5000, 3000 und 2000 Euro vorgesehen, zur Preisverleihung in Aachen werden alle nationalen Sieger eingeladen.

Bernd Vincken, Geschäftsführer der Karlspreisstiftung, sprach am Dienstag von einem attraktiven „Dreiklang”, den es 2008 gebe: am 29. April die Verleihung des Jugend-Karlspreises, einen Tag später das prominent besetzte Forum „zum Überlegen und Nachdenken”, am 1. Mai die Zeremonie im Rathaus mit der Bundeskanzlerin und Frankreichs Staatspräsident Nicola Sarkozy als Laudator.