Kreis Düren: Wo Schüler wie Wissenschaftler arbeiten können

Kreis Düren: Wo Schüler wie Wissenschaftler arbeiten können

Zu Beginn dieses Schuljahres hat das Projekt „Julab”, das Jugend- und Schülerlabor des Forschungszentrums Jülich (FZ), an der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) in Mariaweiler gestartet.

Julab gibt es bereits seit fünf Jahren am Forschungszentrum. Es gewährt Schülern Einblicke in die Forschungsarbeit vor Ort. „Bei uns arbeiten Jugendliche wie Wissenschaftler”, erklärte Karl Sobotta, der Leiter von Julab, vor Vertretern aus Schule und Politik - unter ihnen der SPD-Bundestagskandidat Dietmar Nietan - bei der Besichtigung des schuleigenen Labors der AFG.

Mehrere Kooperationen

Das Julab in Jülich ist aufgrund seiner erfolgreichen Arbeit für lange Zeit vollständig ausgebucht. Um aber noch mehr Schülern die naturwissenschaftliche Forschung näherzubringen, wurden mit einigen Schulen der Region Kooperationen eingegangen, darunter auch mit der Anne-Frank-Gesamtschule. Schwerpunkt an der Mariaweiler Schule wird die Biologie sein. An anderen Schulen werden Physik oder Chemie angeboten.

„Keine Schule kann die ganze Bandbreite der Naturwissenschaften abdecken. Ein Austausch zwischen den Schulen muss möglich sein und ist sinnvoll”, sagt Hans-Willi Stollenwerk, Schulleiter der AFG. Seit Anfang des Schuljahres sind die Schüler der Jahrgangsstufe 11 in das Projekt eingebunden. Andere Jahrgänge sollen folgen.

Die Schüler werden für einige Stunden vor Ort in Jülich mit Wissenschaftlern zusammen arbeiten können. Eine für alle Beteiligten spannende Sache sei dies, von der sich Lehrer und Wissenschaftler eine Initialzündung Richtung Naturwissenschaften bei den Schülern versprechen, sagt Stollenwerk.

Das Jülicher Zentrum wird das Labor in der AFG schrittweise mit den notwendigen Geräten und Materialien ausrüsten. Das Schülerlabor wird sozusagen eine Zweigstelle des Julab. Jülicher Wissenschaftler begleiten mit ihrem Knowhow Lehrer und Schüler in Mariaweiler.

Noch viel Geld muss dabei in die Hand genommen werden, um das Projekt realisieren zu können. Denn außer der materiellen Ausstattung braucht man vor allen Dingen Forscher, die ihre Erfahrungen einbringen.

Dietmar Nietan, als ehemaliger Biologiestudent dem Projekt gegenüber sehr aufgeschlossen, sagte seine Unterstützung auf der Sponsoren-Suche zu. Er habe bereits Kontakt zu einer großen Firma aus der Region aufgenommen, die über ihre ihre Jugendstiftung das Labor fördern könnte. „Dieses Projekt hat Modellcharakter”, ist Nietan überzeugt.

Mehr von Aachener Nachrichten