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Aachen: Zweitbestes Ergebnis der Firmengeschichte

Aachen : Zweitbestes Ergebnis der Firmengeschichte

Die seit 20 Jahren bestehende S-UBG-Gruppe der Sparkassen ist mit dem Strukturwandel der Region Aachen fest verbunden.

Ursprünglich als gemeinsame Unternehmensbeteiligungsgesellschaft der Sparkassen Aachen, Düren, Euskirchen und Heinsberg gegründet, um dem regionalen Mittelstand zu stärken, wurde der Akzent zunehmend auf die Technologiebranche gesetzt.

Ab 1997 kümmerte sich das Tochterunternehmen S-VC-GmbH speziell um technologieorientierte Firmengründungen. Ein Jahr später traten die Sparkassen aus Krefeld und Mönchengladbach dem Gesellschafterkreis bei.

Bis heute hat die S-UBG-Gruppe über 100 Unternehmen zwischen Aachen und Krefeld begleitet. Aus dem Fondsvolumen von rund 70 Millionen Euro sind 36 Millionen in die Beteiligungsunternehmen investiert.

Im Gegensatz zu vielen anderen Beteiligungsgesellschaften der bundesweiten Sparkassengruppe hat sich die S-UBG erfolgreich behaupten können. Das „große Maß an Eigenständigkeit” sei der Grund dafür, erklärten die beiden Vorstände Horst Gier und Harald Heidemann am Dienstag in Aachen. „Wir haben uns keine Projekte aufdrängen lassen”. Gier gehört übrigens zu den Gründungsvätern der S-UBG.

Die Zurückhaltung der Gesellschafter wurde im letzten Jahr mit dem zweitbesten Ergebnis in der Firmengeschichte belohnt. Der Jahresüberschuss belief sich auf 2,9 Millionen und die Dividende lag bei neun Prozent. „Mit dieser Entwicklung sind wir sehr zufrieden”, erklärte Gier. Zum Jahresende war die S-UBG mit 35,5 Millionen Euro in 31 Unternehmen engagiert.

Gute Aussichten für 2008

Zu den wichtigsten neuen Beteiligungen im vergangenen Jahr zählte die ATecoM GmbH in Aachen, ein Anbieter von Hard- und Software in der Telekommunikation. Anteile wurden auch bei der FRS GmbH in Jülich erworben, einem Hersteller von Spezialfolien.

Ebenso erwarb die S-UBG Anteile an der Rattay GmbH in Hünxe, einem Anbieter von Metallschlauch- und Kompensatorentechnik. Insgesamt konnten die Investitionen mit 5,4 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt werden.

Harald Heidemann rechnet für das laufende Jahr mit einem ähnlich positiven Ergebnis wie 2007. Von den Auswirkungen der internationalen Finanzkrise habe man bis jetzt wenig gespürt, stellte er fest. So habe man im ersten Halbjahr bereits einen profitablen Ausstieg aus einem Unternehmen realisiert und sei zwei neue Beteiligungen eingegangen.