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Aachen: Zuckersüß und herzhaft: Bei den Konditoren in Aachen

Aachen : Zuckersüß und herzhaft: Bei den Konditoren in Aachen

„Keinen Rückgang im Umsatz zu verzeichnen ist bei der derzeitigen Konjunktur schon ein Erfolg”, vermeldete der Präsident des Deutschen Konditorenbundes, Otto Kemmer, bei einem Kreativitätswettbewerb der deutschen Konditoren-Meisterschulen im Aachener Quellenhof.

Die Branche verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Zuwachs auf nun rund 3500 Betriebe, während der Umsatz leicht auf 1,55 Milliarden Euro geschrumpft ist. Die Zahl der Beschäftigten beträgt 40 000 und bleibt stabil.

Die Nachfrage nach der Dienstleistung im Café sei stabil, die Kunden gönnten sich auch weiterhin ein Stück Torte, sagte Michael Peschke, Geschäftsführer des Konditorenbundes.

Leicht rückgängig sei allerdings der Verkauf im Laden. Als Chance für das Konditorenhandwerk wird die so genannte kleine Küche angesehen. Leichte, saisonbezogene Gerichte, die in der Mittagspause im Ambiente des Cafés eingenommen werden können, sollen als wichtiger Umsatzfaktor verstärkt werden.

„Die Kollegen müssen nicht nur süß sein, sondern auch herzhaft”, forderte Kemmer. Dann könnten Konditoren den schnellen Bedarf für den kleinen Hunger befriedigen.

Der Konditorenbund verzeichnet auch eine verstärkte Nachfrage nach hochwertigen Schokoladen im oberen Preissegment: „Ein Wachstumsmarkt ist das Geschäft mit handgegossenen Tafeln aus Schokolade und Kuvertüre.”

Neben dem Treffen des Konditorenbundes fand in Aachen auch ein Kreativitätswettbewerb in Zusammenarbeit mit dem Weinwirtschaftsverband des Roussillon statt, bei dem Vertreter von sechs Meisterschulen Produkte präsentierten, die zu natursüßem Wein passen.