Düsseldorf: Zeitung: ThyssenKrupp baut 1800 Stellen in Duisburg ab

Düsseldorf: Zeitung: ThyssenKrupp baut 1800 Stellen in Duisburg ab

Der Stellenabbau beim größten deutschen Stahlkonzern ThyssenKrupp trifft offenbar vor allem den Stammsitz in Duisburg.

Wie die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post” (Freitagausgabe) vorab berichtet, sollen 1800 Jobs in Duisburg wegfallen. Insgesamt will das Unternehmen 2000 Stellen im Stahlbereich streichen.

Die Sparte Thyssen Krupp Steel ist mit deutschlandweit rund 19.000 Mitarbeitern wichtigste Konzerntochter. Allein in Duisburg-Hamborn sind bislang etwa 14.000 Menschen beschäftigt.

Der Sozialplan solle nach Angaben des Betriebsrats üppig ausfallen, berichtet die Zeitung weiter. Wer 57 oder älter ist und freiwillig ausscheidet, bekommt demnach bis zur Rente (mit 63 Jahren) 84 Prozent seines Netto-Einkommens und zusätzlich eine Abfindung für die daraus resultierenden Einbußen bei der Rente.

Auf Kündigungen will ThyssenKrupp verzichten. Insgesamt sieht die IG Metall rund 5000 Jobs im Gesamtkonzern bedroht.

Mitte Mai hatte das Unternehmen eine weitreichende Umstrukturierung wegen der schweren Wirtschaftskrise angekündigt. Statt der bisher fünf Konzernsparten soll es künftig unterhalb von zwei Vorstandsdivisionen acht sogenannte Business Areas geben.

Die Verwaltungskosten will der ThyssenKrupp-Konzern um 20 Prozent oder 500 Millionen Euro reduzieren.

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