Aachen: Wo sich Laserprofis rege austauschen

Aachen: Wo sich Laserprofis rege austauschen

Wenn es eine Technologie gibt, mit der man eigentlich alles herstellen kann, dann heißt sie mit Vornamen Laser. Über deren allerneueste Verfahren tauschen sich derzeit in Aachen Wissenschaftler und Anwender auf dem „AKL International Laser Technology Congress” aus.

Festlicher Höhepunkt war am Mittwoch eine Preisverleihung im Aachener Rathaus.

Seit fast zwei Jahrzehnten veranstaltet das Aachener Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT alle zwei Jahre diesen Kongress, der von Mal zu Mal wächst. Erstmals mehr als 600 Teilnehmer und über 40 Sponsoren sind diesmal von Mittwoch bis Freitag im Aachener Eurogress zusammengekommen. „So können wir die Laser-Community gut bedienen”, freute sich Axel Bauer, Geschäftsführer des Arbeitskreises Lasertechnik e.V.

Dieser Verein lobt, zusammen mit dem „European Laser Institute”, das gleichfalls seinen Sitz in Aachen hat, einen sogenannten „Innovation Award Laser Technology” aus. Innovativ ist hierbei, wie Professor Reinhart Poprawe, Leiter des ILT und Inhaber des RWTH-Lehrstuhls für Lasertechnik erläuterte, „wenn etwas im Markt Geld verdient”.

Den Sieg und 10.000 Euro davon trägt ein personenreiches Projektteam, zu dem allein drei Beteiligte des Aachener ILT gehören sowie ein Manager des Unternehmens EdgeWave aus Würselen. Kreiert hat der Verbund von Unternehmen und Instituten eine Laser-Anwendung in der Drucktechnik, die ein lithografisches Verfahren ablösen soll.

„Das Verfahren ersetzt drei Schritte der bisherigen, auch umweltschädlichen Tiefdrucktechnik durch einen einzigen Laser-Vorgang, der auch noch wesentlich mehr Freiheiten lässt”, erläuterte der Sprecher der Gruppe, Stephan Brüning, Schepers GmbH, Vreden, die Neuentwicklung.