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Düsseldorf/Aachen: Weniger Betriebe in NRW pleite

Düsseldorf/Aachen : Weniger Betriebe in NRW pleite

Erstmals nach fünf Jahren ist die Zahl der Unternehmenspleiten in NRW zurückgegangen.

Im 1. Halbjahr 2005 stellten 5644 Unternehmen zwischen Herzogenrath und Höxter bei den Amtsgerichten einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens, teilte das Landesamt für Statistik, Düsseldorf, am Montag mit. Das waren 8,3 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Zuletzt waren Firmenpleiten 1999 rückläufig. Im 1. Halbjahr 2005 wurde in 3818 Fällen ein Verfahren eröffnet, in den restlichen 1826 Fällen wurde eine Eröffnung mangels Masse abgelehnt. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen in NRW stieg kräftig um 28,7 Prozent auf 7538 Fälle an.

In der Stadt Aachen stellten von Januar bis Juni 63 Unternehmen einen Insolvenzantrag - minus 14,9 Prozent; bei den Verbraucherinsolvenzen ergab sich ebenfalls ein Rückgang - minus 12, Prozent auf 88. Im Kreis Aachen mussten 79 Betriebe den bitteren Gang zum Amtsgericht antreten - minus 26,9 Prozent; die Zahl der zahlungsunfähigen Verbraucher schnellte um 35,4 Prozent auf 153 hoch.

Im Kreis Düren beantragten 73 Betriebe eine Insolvenzeröffnung - minus 7,6 Prozent; bei den Verbrauchern erhöhte sich die Zahl der Verfahren um 1,9 Prozent auf 110. Im Kreis Heinsberg mussten mit 59 Unternehmen - plus 22,9 Prozent - deutlich mehr das Amtsgericht aufsuchen; bei den Verbrauchern ergab sich mit 128 Insolvenzanträgen nur noch ein leichtes Plus nach zweistelligen Zuwachsraten 2004.

Die Zahl der Insolvenzverfahren insgesamt ist in NRW im 1. Halbjahr nur leicht gestiegen - plus 9,2 Prozent auf 14.367.