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Wegen des Coronavirus werden Millionenschäden für Messen befürchtet

Messeabsagen in NRW : Millionenschaden im dreistelligen Bereich befürchtet

Das Coronavirus sorgt in den Messestädten in Nordrhein-Westfalen für leere Hallen. Der Schaden ist gewaltig.

Abgesagt oder verschoben – das gilt für etliche Messen in Nordrhein-Westfalen wegen der Ausbreitung des Coronavirus. „Einbußen in Millionenhöhe“ seien beispielsweise bei der Kölnmesse zu erwarten, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Alleine in Köln wurden fünf Messen abgesagt – darunter die Internationale Eisenwarenmesse und die Fitnessmesse Fibo.

Die Städte Essen und Düsseldorf blieben ebenfalls nicht verschont. In Düsseldorf mussten den Angaben des Fachverbandes Messe- und Ausstellungsbau (Famab) zufolge bereits sieben Messen verschoben werden - darunter die große ProWein Messe. In Essen wurde unter anderem die beliebte Oldtimermesse „TechnoClassica“ verschoben, die im vergangenen Jahr 190.000 – oft ziemlich zahlungskräftige – Besucher angezogen hatte. Die Einbußen sind schmerzhaft, aber aktuell noch nicht zu beziffern, wie ein Sprecher der Messe Essen sagte.

Ein Schadensbericht des Verbandes beziffert vorläufig die Höhe der Schadenssumme. Allein für die Fibo und die Eisenwarenmesse zusammen erwartet der Verband dabei rund 170 Millionen Euro Schaden – unter anderem durch entgangene Standmieten und Messedienstleistungen. Da die Absagen nicht aufhören, sei die „Tendenz steigend“, sagte eine Verbandssprecherin. Für seine Schätzungen rechnet der Verband einen Durchschnittswert pro Quadratmeter zu einer gesamten Schadenshöhe hoch.

(dpa/lnw)