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Jülich: Urenco baut in Jülich kräftig aus

Jülich : Urenco baut in Jülich kräftig aus

Die Firmengruppe Urenco investiert am Standort Jülich kräftig und richtet bis zu 80 zusätzliche Arbeitsplätze ein.

Derzeit sind dort rund 330 Mitarbeiter beschäftigt. Wie Geschäftsführer Dr. Gustav Meyer-Kretschmer gegenüber unserer Zeitung erklärte, wird vor allem die Fertigung ausgeweitet.

Die Urenco-Gruppe, die neben dem Entwicklungszentrum Jülich in Gronau (Deutschland), Amelo (Niederlande) und Capenhurst (England) Urananreicherungsanlagen für die Brennstoffversorgung von Kernkraftwerken betreibt, wird zudem zum heutigen 1. Oktober restrukturiert.

Im wesentlichen werden die beiden Geschäftsbereiche Produktion von angereichertem Uran und Technologie (Entwicklung und Fertigung von Zentrifugen sowie Anlagentechnik) getrennt und jeweils unter dem Dach einer Technologie- sowie einer Anreicherungs-Holding zusammengefasst. Meyer-Kretschmer wird die Technologie-Sparte leiten.

Auf Grund der konkurrenzlos effizienten Zentrifugentechnik hat die Unternehmensgruppe ihren Anteil am Weltmarkt von 8 auf 15 Prozent gesteigert. Nun wird eine weitere Expansion auf 20 Prozent angestrebt. Die Restrukturierung schafft hierfür die Voraussetzung, betonte der Manager. Zudem werden so Kooperationen und Beteiligungen erleichtert.

Laut Meyer-Kretschmer untersuchen derzeit Urenco und die französische Areva, vertreten durch ihr Tochterunternehmen Cogema, Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Eine Absichtserklärung wurde bereits unterzeichnet. Beide Unternehmen denken an ein 50-50 Joint Venture. Cogema will die Zentrifugentechnologie einsetzen.

Mit 20.000 Mitarbeitern bietet die Cogema-Gruppe weltweit Produkte und Dienstleistungen für die Stromerzeugung mit Kernenergie an, die von Uranproduktion, Konversion und Anreicherung bis zu Wiederaufbereitung und Recycling reichen.

Urenco fasst laut Meyer-Kretschmer durch ein Großprojekt auch in den USA Fuß.