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Berlin: Transnet: Bis zu 13.000 Stellen bei Bahn gefährdet

Berlin : Transnet: Bis zu 13.000 Stellen bei Bahn gefährdet

Bei der Deutschen Bahn stehen nach Informationen der Gewerkschaft Transnet in den kommenden Jahren bis zu 13 000 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Diese Zahl nannte der Transnet- Vorsitzende Alexander Kirchner in Berlin.

Er bezog sich dabei auf die Mittelfristplanung des Konzerns bis zum Jahr 2015. Beschlüsse dazu würden bei einer Aufsichtsratssitzung im Dezember erwartet. Hintergrund ist der Rückgang des Umsatzes im Schienengüterverkehr um rund ein Viertel als Folge der Wirtschaftskrise.

„Ich kann die genannte Zahl nicht bestätigen”, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch in Berlin. Er verwies auf die vereinbarte Beschäftigungssicherung und betonte: „Kein Eisenbahner wird arbeitslos.”

Für die Konzernbeschäftigten gilt bis Ende 2010 ein tarifvertraglich garantierter Schutz vor Entlassungen. Mitarbeiter, deren Arbeitsplätze wegfallen, werden - sofern möglich - über einen internen Arbeitsmarkt auf andere Stellen vermittelt. Im kommenden Jahr wollen Bahn und Gewerkschaften über neue Möglichkeiten der Beschäftigungssicherung nach 2010 verhandeln.

Kirchner bezeichnete es als richtig und notwendig, wegen der Krise im Güterverkehr gegenzusteuern. Der Bahn-Vorstand scheine aber jetzt überzureagieren. Der Gewerkschaftschef warnte davor, sich beim Gütertransport in der Fläche zurückzuziehen. Bei einem neuen Aufschwung würde es der Bahn dann an Kapazitäten fehlen.

Bahn-Logistikvorstand Karl-Friedrich Rausch hatte zuletzt den Abbau von nahezu 4000 Arbeitsplätzen als notwendig bezeichnet. Wegen der Konjunkturflaute werde für rund 2400 Beschäftigte dauerhaft keine Arbeit da sein. „Dazu kommt ein struktureller Anpassungseffekt von weiteren 1500 Arbeitsplätzen”, sagte er. Außerdem gebe es bei der Tochter DB Schenker Rail ein zusätzliches Risiko für Stellen „wegen des derzeitigen dramatischen Preiskampfs” mit den Lastwagen- Speditionen.