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Tierliebe kostet 2,9 Milliarden

Tierliebe kostet 2,9 Milliarden

Aachen (an-o/mar) - Tierliebe lassen sich die Bundesbürger viel Geld kosten. Im vergangenen Jahr wurden auf dem deutschen Heimtiermarkt mehr als 2,9 Milliarden Euro umgesetzt.

Wie der Industrieverband Heimtierbedarf e.V. (IVH) berichtet, wurden alleine 2,2 Milliarden Euro für Nahrung ausgegeben. Leichte Zuwächse gab es bei Snacks und Premium-Trockenfutter für Hund und Katze. Im Ziervogelbereich waren dagegen die Verkaufszahlen rückläufig. Bei Hundefutter ergab sich ein Zuwachs um 3,5 Prozent auf 924 Millionen, bei Katzenfutter lag der Zuwachs sogar bei 5,8 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro. "Zwar hat die sinkende Kaufkraft in den letzten Jahren zu einer verstärkten Nachfrage nach günstigen Produkten im Lebensmitteleinzelhandel, in Drogerien und Discountmärkten geführt.

Darüber hinaus sind jedoch auch hochpreisige Futtermittel und Snacks gefragt", meint Klaus Oechsner, Präsident des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe ZZF). Kunden achteten stärker auf eine artgerechte Ernährung. Deshalb sei im Futtermittelgeschäft der Marktanteil der Discounter und Drogerien um sieben auf 68 Prozent zurückgegangen. In Deutschland dürfte es nach Schätzungen mehr als 22 Millionen Heimtiere geben. Dass die Zahl seit einigen Jahren nicht mehr wächst, führt Oechsner darauf zurück, dass Vermieter restriktiver geworden sind und auch die Angst vor Allergien größer geworden ist.
Beliebtestes Tier ist die Katze, ihr Bestand wird - von der Maine-Coon bis zum bastardisierten Streuner - auf 6,9 Millionen Tiere geschätzt. Der Hundebestand wird auf 4,7 Millionen geschätzt.