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Düsseldorf: Tarifabschluss im Einzelhandel soll in NRW übernommen werden

Düsseldorf : Tarifabschluss im Einzelhandel soll in NRW übernommen werden

Der Tarifabschluss im Einzelhandel in Baden-Württemberg soll Grundlage für eine Einigung in Nordrhein-Westfalen werden. Beide Tarifparteien erklärten am Freitag ihre Bereitschaft zur Übernahme der Einigung.

Allerdings verwiesen beide Seiten darauf, dass bei einer Übernahme die „regionalen Besonderheiten” berücksichtigt werden müssten. Die Tarifgremien der beiden nordrhein-westfälischen Einzelhandelsorganisationen prüften derzeit, ob der Abschluss auf das Tarifgebiet NRW übertragbar sei, teilten die beiden Organisationen in Düsseldorf mit.

Der Gemeinsame tarifpolitische Ausschuss der Arbeitgeberverbände beschloss am Freitag in Berlin, dass der in Baden-Württemberg erzielte Tarifabschluss „unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten” für die anderen Tarifgebiete übernommen werden soll.

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in NRW kündigte in Düsseldorf an, dass die Tarifverhandlungen noch im Juli wieder aufgenommen werden sollten. Im Kern gehe es darum, die wesentlichen Eckpunkte der am Donnerstag erzielten Einigung für die rund 400.000 Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen umzusetzen.

„Dieser Abschluss ist eine gute Verhandlungsgrundlage für unser Bundesland. Gleichwohl gibt es regionale Besonderheiten und damit an einigen Stellen durchaus noch Beratungsbedarf”, betonte die ver.di-Verhandlungsführerin Lieselotte Hinz.

Am Donnerstag hatten sich die Tarifparteien in Baden-Württemberg nach einem rund 18 Monate dauernden Tarifstreit geeinigt. Die Einigung sieht für den Zeitraum vom 1. April 2007 bis 31. März 2008 eine Einmalzahlung von 400 Euro vor. Ab 1. April 2008 erhalten die Beschäftigten eine Lohnsteigerung um 3,0 Prozent. Insgesamt hat der Tarifvertrag eine Laufzeit von zwei Jahren bis zum 31. März 2009.