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Köln: Steigende Nachfrage nach Büros und Läden in Toplagen

Köln : Steigende Nachfrage nach Büros und Läden in Toplagen

Büros und Läden in Toplagen werden in Nordrhein-Westfalen weiter stark nachgefragt. Das geht aus der Studie „NRW-Gewerbeimmobilienmarkt 2008” hervor, die der Immobilienverband IVD West am Donnerstag in Köln vorstellte.

In Düsseldorf wurden 2007 insgesamt 487.000 Quadratmeter Bürofläche neu vermietet, dies entspricht einem Wachstum von 67 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das größte Plus landesweit verzeichnete Essen: Hier wurden mit 158 000 Quadratmetern insgesamt 74 Prozent mehr vermittelt als 2006.

Für moderne Büros in guter Lage muss man in Düsseldorf am tiefsten in die Tasche greifen. Pro Quadratmeter Nutzfläche liegen die Mieten hier bei 17 Euro (netto kalt). Sie sind damit gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent gestiegen. Stabil blieb sie hingegen in Köln (15 Euro), Bonn (14,50 Euro) Essen (11 Euro) und Duisburg (12,50).

Laut der Studie sorgen die wirtschaftlich guten Rahmendaten dafür, dass viele Firmen neue Mitarbeiter einstellten und dafür neue Räume benötigen. Somit sank auch die Leerstandsquote: Sie liegt in der Düsseldorf inzwischen bei elf Prozent und in Köln bei 8,5 Prozent, in den anderen Städten liegt sie mit 2,6 bis 5,4 Prozent noch deutlich niedriger.

In nahezu allen nordrhein-westfälischen Städten mit über 300.000 Einwohnern stiegen zudem die Ladenmieten in den Toplagen. Den größten Anstieg gab es mit 17 beziehungsweise 18 Prozent in Bielefeld, Bonn und Düsseldorf. In Dortmund, Essen und Köln blieben die Mieten hingegen konstant.

In Düsseldorf muss man in der Schadowstraße und auf der Königsallee mit 225 Euro pro Quadratmeter Verkaufsfläche die höchste Miete bezahlen. In Köln sind auf der Hohen Straße und der Schildergasse 195 Euro möglich. NRW-Städte mit unter 300.000 Einwohnern verzeichneten hingegen überwiegend konstante, teilweise sogar sinkende Ladenmieten.