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Hersteller haben Probleme: Spitzengespräch soll Hilfen für die Stahlbranche ausloten

Hersteller haben Probleme : Spitzengespräch soll Hilfen für die Stahlbranche ausloten

Bei einem Spitzengespräch von Bund, Ländern und Branchenvertretern wird am Freitag über die wachsenden Probleme der deutschen Stahlhersteller beraten.

An der Online-Runde werden Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (beide CDU), Manager der deutschen Stahlkonzerne und die IG Metall teilnehmen, wie ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums in Düsseldorf mitteilte. Die Runde solle den wegen der Corona-Einschränkungen auf das nächste Frühjahr verschobenen Stahlgipfel vorbereiten.

Die deutsche Stahlindustrie kämpft an mehreren Fronten: Dumpingpreise und Überkapazitäten auf dem Weltmarkt setzt sie ebenso unter Druck wie Umsatzeinbrüche durch Corona. Hinzu kommt ein immens teurer Umbau der Produktion für den Klimaschutz. Die Bundesregierung hatte mit einem im Sommer verabschiedeten „Handlungskonzept Stahl“ zugesagt, die Unternehmen bei dem viele Milliarden Euro kostenden Umstieg von der Kohle zum Wasserstoff zu unterstützen.

Besonders schwierig ist die Lage für den größten deutschen Stahlerzeuger Thyssenkrupp, der im vergangenen Geschäftsjahr einen Verlust von fast einer Milliarde Euro eingefahren hat. Der Traditionskonzern prüft deshalb die Zusammenarbeit mit einem anderen Stahlhersteller und auch den Verkauf der Stahlsparte. Das britische Unternehmen Liberty Steel hat ein Kaufangebot abgegeben und schaut derzeit genau in die Bücher von Thyssenkrupp Steel.

(dpa)