Köln: Sparkasse KölnBonn legt Restrukturierungsplan vor

Köln: Sparkasse KölnBonn legt Restrukturierungsplan vor

Die Sparkasse KölnBonn hat auf Aufforderung der Europäischen Union einen Restrukturierungsplan erstellt. Der Plan werde in dieser Woche den Ratsmitgliedern von Köln und Bonn vorgelegt, teilte das kommunale Kreditinstitut am Montag mit.

Gegen die Sparkasse läuft ein Beihilfeverfahren der EU-Kommission. Die Kommission vermutet, dass eine Finanzspritze von 650 Millionen Euro an die Sparkasse illegal war.

Die Städte Köln und Bonn als Eigentümer hatten das Kapital der Sparkasse mit Genussrechten und stillen Einlagen erhöht - nach Angaben der Kasse war dies nötig, um in der Finanzkrise Kredite für den Mittelstand sicherzustellen. Die EU-Kommission hat die Sparkasse aufgefordert, einen Umstrukturierungsplan vorzulegen, um die langfristige Rentabilität zu sichern. Sie verlangt unter anderem eine verbesserte Eigenkapitalausstattung.

Außerdem drängt sie darauf, Beteiligungen zu verkaufen und sich künftig wieder auf das Geschäft mit mittelständischen Kunden aus der Region zu konzentrieren. Dort seien die Risiken nämlich überschaubar. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Arthur Grzesiek, teilte dazu mit, die Umsetzung der EU-Forderungen würden noch „erhebliche Anstrengungen in den kommenden Jahren erfordern”. Bis 2014 solle die Bilanz dann aber wieder deutlich besser ausfallen.

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