Hagen: SinnLeffers: Gläubiger stimmen Sanierungskonzept zu

Hagen: SinnLeffers: Gläubiger stimmen Sanierungskonzept zu

Die Sanierung der derzeit insolventen Bekleidungskette SinnLeffers macht weiter Fortschritte. Bei einer Gläubigerversammlung vor dem Amtsgericht Hagen stimmten 96,1 Prozent der Gläubiger dem Insolvenzplan für das Unternehmen zu, wie ein Firmensprecher am Montag mitteilte.

Das Gericht habe den Plan bereits formell bestätigt. Nach Ablauf der Rechtsmittelfrist könne dieser in zwei Wochen rechtskräftig werden. Sobald die Rechtskraft eingetreten ist, seien rund 2500 Arbeitsplätze an 24 Standorten gesichert, sagte Patrick Feller, Geschäftsführer der SinnLeffers GmbH.

Für den Sozialplan stehe den gekündigten Mitarbeitern ein Volumen von 6,2 Millionen Euro als Abfindungszahlung zur Verfügung. Auch die vorgesehene Quote könne an die Gläubiger ausgeschüttet werden. Detlef Specovius, Eigenverwalter und Geschäftsführer der SinnLeffers GmbH, betonte, in nur acht Monaten sei es gelungen, das Insolvenzplanverfahren im Wesentlichen abzuschließen.

Wenn die Auszahlungen erfolgt sind, könne SinnLeffers aus dem Verfahren entlassen werden und als Unternehmen gestärkt am Markt agieren. SinnLeffers hatte im vergangenen August einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Als Ursache verwies das Unternehmen auf die Kaufzurückhaltung der Verbraucher und zu hohe Mieten.

Im Laufe der Insolvenz mussten 22 Filialen schließen; derzeit gibt es noch 24 Niederlassungen von SinnLeffers mit rund 2500 Mitarbeitern.

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