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Siedler kehrt zurück

Siedler kehrt zurück

Nürnberg (an-o/ap/dpa) - Im Weihnachtsgeschäft geht der Trend erneut zu klassischem Spielzeug - wie Playmobil, Carrera-Autorennbahn und das niveauvolle Gesellschaftsspiel "Die Siedler von Catan".

Die Talsohle glaubt der Spielwarenhandel durchschritten zu haben, er rechnet wie im Vorjahr mit einem Gesamtumsatz von 3,2 Milliarden Euro. "Die Deutschen sparen lieber bei ihren Ausgaben für Kleidung, Zeitungen und Porzellan als bei Spielwaren sowie Hobby- und Bastelbedarf", sagte Willy Fischel vom Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels am Mittwoch in Nürnberg.

"Qualität und Kult bestimmen das Geschäft", sagte Corinna Printzen vom Verband der Spielwarenindustrie. Trotz der Wirtschaftskrise seien Taschengeld und Sparguthaben von Kindern und Jugendlichen um rund 25 Prozent gestiegen. Allein die Acht- bis Vierzehnjährigen verfügten über ein Taschengeldbudget von einer Milliarde Euro jährlich. Dieses Geld sitze zudem vergleichsweise locker: "Diese Altersgruppe gehört nicht zur Geiz-ist-geil-Generation", sagte Printzen.

Trotz des Trends zu klassischem Spielzeug zu Weihnachten nehme der Anteil von Computertechnik und Elektronik am Umsatz zu. Rund 25 Prozent entfielen inzwischen auf derartige Produkte, sagte Walter Mackholt von der Interessengemeinschaft Spiel und Freizeit. Der Umsatz mit traditionellem Spielzeug sei hingegen seit Jahren rückläufig.