1. Wirtschaft

Schwarzarbeit in NRW boomt

Schwarzarbeit in NRW boomt

Düsseldorf (an-o/ap) - Etwa die Hälfte des Hotel- und Gaststättenpersonals in NRW arbeitet nach Erkenntnissen des Landesarbeitsamtes schwarz.

Die Behörde berichtete gestern in Düsseldorf über die Ergebnisse einer landesweiten Schwerpunktaktion. Dabei wurden von Juni bis Ende August mehr als 3000 Beschäftigte in rund 1000 Hotels und Wirtschaften überprüft wurden.

Es habe sich "leider wieder bestätigt, dass die illegale Beschäftigung in der Gastronomie zu einem festen Bestandteil geworden ist", zog das Arbeitsamt Bilanz. Dabei gingen die Wirte mitunter raffiniert vor: Zum Beispiel sei in einem chinesischen Restaurant in Bergisch Gladbach ein Asiat in einem Verschlag gefunden worden.

Genaue Anweisungen

Es habe sich herausgestellt, dass dieser genaue Anweisung von seinem Arbeitgeber erhalten habe, wo er sich verstecken solle, wenn eine Kontrolle des Arbeitsamtes komme. Unter anderem seien bei den jüngsten Schwerpunktkontrollen 555 ausländische Arbeitnehmer ohne die erforderliche Arbeitsgenehmigung angetroffen worden, berichtete das Landesarbeitsamt.

Bei 462 Beschäftigten habe sich der dringende Verdacht des Leistungsmissbrauchs oder des Betruges ergeben, da sie gleichzeitig Gelder vom Arbeits- oder Sozialamt bezögen.

Darüber hinaus seien bei 343 Ausländern Verstöße gegen das Ausländergesetz festgestellt worden. Wegen des Verdachts des illegalen Aufenthaltes wurden 113 Ausländer sogar festgenommen.