Aachen: Schornsteinfeger-Innungen diskutieren in Aachen

Aachen: Schornsteinfeger-Innungen diskutieren in Aachen

Ab dem kommenden Jahr darf jeder Hauseigentümer einen Schornsteinfeger seiner Wahl mit vorgeschriebenen Reinigungs-, Mess- und Überprüfungsarbeiten beauftragen.

„Wir stellen uns diesem neuen Wettbewerb und sehen zudem die Chance, unser Dienstleistungsangebot zu erweitern und den heutigen Erfordernissen anzupassen”, erklärt Andreas Ehlert, Landesinnungsmeister des Schornsteinfegerverbandes NRW.

31 Delegierte aus den sechs Innungen besprechen am Freitag beim Landesverbandstag in Aachen die Auswirkungen der neuen Gesetze. Energetische Gebäudesanierung und hier die Überprüfung von Lüftungsanlagen sowie die Typenprüfung und Nachrüstpflicht an Einzelraumfeuerstätten sind weitere Themen der „Männer in Schwarz”.
Was nicht mehr ganz stimmt, sind doch zunehmend auch Frauen in diesem Handwerk zu finden. Von bundesweit knapp 1800 Auszubildenden sind zehn Prozent Frauen.

„In der Aachener Innung haben wir zwei Bezirksschornsteinfegerinnen, sieben Meisterinnen und vier Auszubildende”, erklärt ihr Vorsitzender Dieter Eschweiler. In den 134 Betriebe der Innung Aachen gibt es wie in NRW insgesamt noch genügend freie Stellen.

„In den kommenden Jahren wird sich das Bild des Schornsteinfegers erweitern, er wird dann Ansprechpartner etwa bei der Erstellung von Lüftungskonzepten, die bei her energetischen Sanierung von Gebäuden mit Dach-, Deckendämmung und Abdichtung immer wichtiger werden”, erläutert Ehlert ein neues Aufgabengebiet.

In Aachen wie überall in Deutschland wird es trotz der freien Schornsteinfeger-Wahl weiterhin öffentlich bestellte Schornsteinfeger geben, die einen „Feuerstättenbescheid” erstellen. Den erhält jeder Eigentümer. Er informiert, in welchen zeitlichen Abständen die Kehr-, Überprüfungs- oder Messtätigkeiten vom Schornsteinfeger durchgeführt werden müssen.