Essen: RWE will der Wirtschaftskrise trotzen und weiter wachsen

Essen: RWE will der Wirtschaftskrise trotzen und weiter wachsen

Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern RWE will trotz der Wirtschaftskrise weiter wachsen. Für 2009 prognostizierte der Versorger am Donnerstag in Essen eine „erfolgreiche Entwicklung” und eine stabile„ Ertragslage. Das Ergebnis soll das Vorjahresniveau erreichen und der Umsatz sogar darüber liegen.

Zudem hob der Konzern seine mittelfristigen Ziele an. So soll das betriebliche Ergebnis bis 2012 je nach Strompreisentwicklung um durchschnittlich fünf bis zehn Prozent pro Jahr zulegen. Bisher war lediglich ein Anstieg von fünf Prozent vorausgesagt worden. Darin sei die geplante Übernahme des niederländischen Versorgers Essent noch nicht berücksichtigt.

Der RWE-Konzern will zudem ”trotz des schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds„ an seinem Investitionsprogramm festhalten. Das bedeute Sachinvestitionen in Höhe von durchschnittlich 6,5 Milliarden Euro pro Jahr bis 2012. Man erwarte außerdem nach 2500 zusätzlichen Arbeitsplätzen im vergangenen Jahr auch 2009 eine ”stabile positive Personalentwicklung".

Im vergangenen Jahr erhöhte sich der Umsatz den Angaben zufolge um 15,2 Prozent auf 48,95 Milliarden Euro. Das betriebliche Ergebnis habe um 5,0 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro zugelegt. Dabei habe das Unternehmen von der Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerkes Biblis profitiert.

Das Nettoergebnis habe sich um 4,1 Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Euro reduziert. Hier schlugen nach Ansicht von Analysten Belastungen aus dem Börsengang der US-Tochter American Water zu Buche. Anleger sollen für das vergangene Jahr eine Dividende von 4,50 Euro pro Aktie nach 3,15 Euro im Vorjahr erhalten.

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