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RWE Rheinbraun legt zu

RWE Rheinbraun legt zu

Köln (an-o) - Kosten gedrückt, Produktion erhöht, Personalbestand gesenkt: Die RWE Rheinbraun AG hat 2002 ihr Ergebnis kräftig gesteigert.

Wie Vorstandschef Berthold A. Bonekamp gestern in Köln bei der Bilanzvorlage erklärte, lag das AG-Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bei 250 Millionen Euro. Nach Abzug der Steuern (84 Mio) wurden 166 Millionen als Gewinn an die Essener Konzernmutter RWE abgeführt, das sei ein "befriedigender Ergebnisbeitrag".

Im weltweit tätigen Konzernbereich Braunkohlenverstromung und Bergbau, der von RWE Rheinbraun geführt wird, verbesserte sich das betriebliche Ergebnis dagegen von 354 Millionen auf 521 Millionen. Diese Steigerung sei auf die um fast 25 Prozent gestiegenen Stromerlöse der RWE Rheinbraun (1,6 Mrd) bei gleichzeitiger Kostensenkung zurückzuführen. Das Unternehmen, so Bonekamp, komme dem Ziel näher, einer der führenden Anbieter in der Grundlaststrom-Erzeugung zu werden. Allerdingszeigte das US-Geschäft im Berichtsjahr Schwächen, die Steinkohle-Tochter Consol setzte konjunkturbedingt weniger ab.

Zusätzliche Einsparungen

Auch künftig habe das Kostenmanagement Priorität. Bislang seien 80 Prozent der bis 2004 geplanten Einsparungen realisiert. Wegen des "problematischen" Tarifabschlusses kündigte Bonekamp "zusätzliche Maßnahmen zur Kosteneinsparung" an.

In den rheinischen Kraftwerken wurden 77,8 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugt, 70,4 Milliarden kWh gingen davon an die Schwester RWE Trading. Investiert wurden 442 Millionen, davon 239 Millionen in die Fertigstellung des ersten Braunkohlenkraftwerks mit optimierter Anlagentechnik (BoA) in Niederaußem. Zudem ist eine neue Prototyp-Anlage zur Trocknung von Braunkohle für ein BoA-Plus-Kraftwerk in der Entwicklung. Gefördert wurden in drei Tagebauen 99,4 Millionen Rohkohle. Der Anschlusstagebau Garzweiler II "liegt voll im Zeitplan". Die Zahl der Beschäftigten sank um 712 auf 11618 Mitarbeiter zum Jahresende. Davon arbeiteten 5758 in den Tagebauen und 3185 in der Verstromung. Ausgebildet wurden rund 1000 junge Leute in 14 anerkannten Berufsbildern - weit über den eigenen Bedarf hinaus, sagte Bonekamp.