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Rohölpreise sinken stark

Rohölpreise sinken stark

London/Hamburg (an-o/dpa/ddp) - Der Ölpreis ist am Montag deutlich gesunken. Grund ist eine Entspannung im Irak-Konflikt.

Der Preis für die Nordsee-Sorte Brent fiel um 58 Cent auf 32,21 Dollar je Barrel (159 Liter). Händler glauben, dass sich die militärische Auseinandersetzung möglicherweise verzögert. Dies verringert die "Kriegsprämie" im Ölpreis, sagte ein Analyst. Allerdings will Kuwait im Kriegsfall Ölfelder mit einer Kapazität von 400.000 Barrel je Tag stilllegen.
Hinzu käme der Ausfall der irakischen Produktion von 1,7 Millionen Barrel. Der Präsident der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), Abdullah el Attijah, sicherte allerdings zu, as Kartell werde bei einem Krieg die Förderbegrenzung außer Kraft setzen, die Mitgliedsländer würden dann bis zu Kapazitätsgrenzen Rohöl fördern.

In Deutschland sind die Tankstellenpreise nach der Preiserhöhung in der vergangenen Woche wieder deutlich gesunken. Allein über das Wochenende gaben sie um einen Cent nach, teilte die Deutsche Shell gestern mit. Die Preise lägen um gut zwei Cent unter ihren Rekordwerten im Februar, dem bislang teuersten Monat für die Autofahrer in Deutschland. Nach Angaben des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) lagen die Einkaufskosten für Benzin im Februar am Rotterdamer Markt um 50 Prozent über dem Vorjahreswert.