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Nürnberg/Aachen: Roetgener sind die Reichsten

Nürnberg/Aachen : Roetgener sind die Reichsten

Die Eifelgemeinde Roetgen ist, gemessen an dem verfügbaren Einkommen ihrer Einwohner, Spitzenreiter in der Euregio Maas Rhein.

Das ergibt sich aus Berechnungen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Nürnberg.

Ein Roetgener kann im laufenden Jahr im Durchschnitt 21.070 Euro ausgeben.

Damit liegt er deutlich über dem bundesweiten Durchschnittseinkommen von 16.926 Euro, das sind real 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Reichste Gemeinde Deutschlands ist Grünwald im Landkreis München mit 37.632 Euro pro Jahr und Einwohner.

Im Gegensatz dazu gibt es Gemeinden, deren Einwohner weniger als 9000 Euro für Konsum und Lebensunterhalt zur Verfügung haben.

Schlusslicht in der Euregio dürfte Raeren/Belgien mit 9471 Euro nach Gfk-Erhebungen von 2003 sein.

Sehr vermögend sind - für belgische Verhältnisse - seit altersher die Eupener (15.022 Euro) und die flämischen Hasselter (17.847 Euro).

Höhere Nettoeinkünfte als in Belgien haben die Niederländer (Stand 2002) in der Provinz Limburg, auffällig ist indes das niedrige verfügbare Einkommen in Maastricht (13937 Euro).

Die Münchener sind 2004 mit einem verfügbaren Einkommen von 22.321 Euro Spitzenreiter unter den deutschen Großstädten, gefolgt von Bergisch Gladbach mit 21851 Euro und Erlangen mit 21599 Euro.

Die Stadt Aachen kommt auf 18.038 Euro pro Kopf und Jahr, deren 247800 Einwohner stehen für ein Kaufkraft-Volumen von fast 4,5 Milliarden Euro, die knapp 8200 Roetgener, darunter relativ viele Professoren, Lehrer, Selbstständige und Unternehmer, können insgesamt 172 Millionen Euro ausgeben oder sparen.

Im Vergleich der deutschen 439 Stadt- und Landkreise hält der Hochtaunuskreis mit rund 23.850 Euro das Spitzenergebnis. Es folgen der bayerische Landkreis Starnberg mit 23.330 Euro und der Main-Taunus-Kreis mit 22.762 Euro.

Fast exakt den Durchschnittswert erreicht der Kreis Düren mit 16.921 Euro, darunter rangieren der Kreis Aachen (16.319) und der Kreis Heinsberg (15.914 Euro).

Das gesamte für 2004 prognostizierte verfügbare Einkommen der deutschen Verbraucher beträgt 1397 Milliarden Euro.

Somit stehen in diesem Jahr jedem Bundesbürger im Durchschnitt 16926 Euro für Lebensunterhalt und Konsum zur Verfügung. Das sind nominal zwei Prozent mehr und - unter Berücksichtigung der geschätzten Inflationsrate von 1,1 Prozent - real 0,8 Prozent mehr als 2003.

Die Kaufkraft errechnet sich aus der Summe aller Nettoeinkünfte. Dazu zählen auch staatliche Transferleistungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld, Wohngeld, BAföG, Sozialhilfe, Renten und Pensionen.