Aachen: Rewe übernimmt deutsche Delhaize-Supermärkte

Aachen: Rewe übernimmt deutsche Delhaize-Supermärkte

Die drittgrößte belgische Handelskette Delhaize verkauft ihre vier Supermärkte in Köln und Aachen an die deutsche Rewe-Gruppe.

Beide Seiten unterzeichneten am Montag einen entsprechenden Vertrag. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Delhaize erwartet aber nach eigenen Angaben, mit einem leichten Plus aus dem Engagement in Deutschland herauszukommen.

Die Läden seien nicht rentabel gewesen, hieß es. Sie machten nach Delhaize-Angaben im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von rund 22 Millionen Euro „einen leichten Verlust”.

Nach Zustimmung durch die Kartellbehörde soll die Umwandlung der Geschäfte erfolgen. Ein Rewe-Sprecher erklärte gegenüber unserer Zeitung, man rechne mit der Stellungnahme des Kartellamts zum dritten Quartal.

Die Märkte, in den 132 Mitarbeiter beschäftigt sind, werden dann auf das Rewe-Konzept umgestellt. Es handelt sich um je zwei Standorte in Köln und Aachen mit Verkaufsflächen zwischen etwa 700 und 1500 Quadratmetern.

Rewe werde die Delhaize-Mitarbeiter übernehmen, versicherte der Sprecher.

„Mit dieser Übernahme können wir unsere Position in zwei wichtigen Großstädten unseres Heimatmarktes weiter stärken, erklärt Lionel Souque, der den Bereich Vollsortiment national bei der Rewe-Gruppe verantwortet.

In den Märkten werden künftig bis zu 25.000 Artikel angeboten mit einem überdurchschnittlichen Anteil an Frischwaren.

Rewe ist in der Verkaufsregion West bislang mit 400 Super- und Verbrauchermärkten vertreten, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von zwei Milliarden Euro erzielten.

Die Delhaize Group war 2003 nach Deutschland expandiert. Nach einer strategischen Portfolio-Analyse hatte das Unternehmen Ende vorigen Jahres entschieden, sich von den Märkten hierzulande zu trennen.

Die in Köln ansässige Rewe-Gruppe ist mit einem Umsatz von rund 50 Milliarden Euro und 320.000 Beschäftigten einer der führenden Handels- und Touristikkonzerne in Deutschland und Europa. Sie ist in 16 Ländern mit etwa 15.000 Märkten präsent.

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