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Aachen: Region will zusammenwachsen

Aachen : Region will zusammenwachsen

Bundeswirtschaftminister Wolfgang Clement (SPD) befürwortet eine Fusion der Industrie- und Handelskammern (IHK) in der Euregio Maas-Rhein.

Er stehe dazu, dass die „Kammern zusammenkommen”, sagte er auf dem IHK-Festakt in Aachen. Die rechtlichen Hinternisse etwa durch das Grundgesetz müssten aus dem Weg geräumt werden. Es müsse nicht alles vorgeschrieben und geregelt sein. Das empfand der Präsident der IHK Südlimburg, Maastricht, Thijs Wöltgens, als „Musik in unseren Ohren”.

Würden nationalstaatliche Hinternisse beseitigt, könne man „daraus etwas Schönes für die Euregio machen.” Denn diese Region sei aufgrund ihrer Lage, des Entwicklungsstandes und ihres Potenzials „ein Leckerbissen”. Auch der Präsident der Kammer Aachen. Michael Wirtz, sieht Clement als „Vorkämpfer für das wirtschaftliche Zusammenwachsen Belgiens, der Niederlande und Nordrhein-Westfalens” auf der Seite des Grenzraums.

Die heutige Euregio, so Wirtz, sei schon zu Zeiten Karls des Großen und Napoleons ein einheitliches Rechts- und Wirtschaftsgebiet gewesen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs habe gerade das Dreiländereck vom wirtschaftlichen Aufschwung und von der europäischen Integration wie nur wenige andere Regionen profitiert.

Und Ziel der Industrie- und Handelskammern sei es, die , Region „zu einer internationalen Wachstumsregion im wirtschaftlichen Kraftzentrum Europas zu entwickeln”. Denn die Euregio mit insgesamt 3,7 Millionen Einwohnern und 250000 Unternehmen „hat das Zeug zu einer Spitzenregion in Europa”, dies zeigten etwa die „europaweit höchste Konzentration von leistungsfähigen Forschungseinrichtungen” und die „Vielfalt dreier Sprachen und Kulturen, die nicht trennen, sondern bereichern”.

Deswegen angestrebt werde auch eine schrittweise Integration der IHKs über die Grenzen hinweg, beginnend mit der Fusion der Kammern Maastricht und Aachen und „weit offen für unsere belgischen Freunde und Partner”.