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Düren: Räder drehen schnell

Düren : Räder drehen schnell

Die wirtschaftliche Lage bei den Unternehmen im Raum Düren ist so positiv wie schon seit Jahren nicht mehr. Besonders in der Metallindustrie reicht der Auftragsbestand bis weit ins nächste Jahr. Diese positive Bilanz zog Stephan Kufferath-Kassner beim Jahrestreffen der Vereinigten Industrieverbände (VIV) am Montag in Düren.

Auch in der zweiten wichtigen Branche der Dürener Region, der Papierverarbeitung, sei die Beschäftigungslage gut. Nach einer langen Durststrecke komme auch die regionale Bauwirtschaft wieder auf die Beine. Der VIV-Vorsitzende zeigte sich angenehm überrascht, „dass der Aufschwung deutlich stärker ausfällt als noch vor sechs Monaten prognostiziert”.

Bei manchen Firmen werde bereits über einen Facharbeitermangel geklagt. „Unternehmen, die in der Vergangenheit nicht ausgebildet haben, spüren diesen Mangel natürlich besonders”, meinte Kufferath-Kassner.

Recht skeptisch betrachtete dagegen der Münsteraner Wirtschaftswissenschaftler Prof. Ulrich van Suntum das wirtschaftliche Umfeld: „Der nächste Abschwung kommt bestimmt”, stellte er trocken fest. Bis jetzt hätten die Arbeitslosen wenig von der konjunkturellen Belebung gehabt. „Wir müssen endlich vom hohen Sockel der Arbeitslosigkeit herunterkommen”, sagte er und lehnte zugleich die Forderung nach Mindestlöhnen ab. Die Kombilohn-Modelle sind für van Suntum der einzige Weg, den Langzeitarbeitslosen dauerhaft zu helfen.