Düsseldorf: Printen könnten teurer werden

Düsseldorf: Printen könnten teurer werden

Verbraucher müssen mit höheren Preisen für Lebkuchen, Printen und anderen vorweihnachtliche Leckereien rechnen. Der Süßwarenhersteller Lambertz schließt Preiserhöhungen nicht mehr aus.

Man werde versuchen, die Preise zu halten, aber die Entscheidung hänge von der weiteren Entwicklung an den Märkten für die Rohstoffe Kakao, Nüsse und Mandeln ab.

„Wir werden uns jetzt in keiner Weise festlegen”, sagte Firmenchef Hermann Bühlbecker am Donnerstag bei der Vorlage der Jahresbilanz in Düsseldorf. Die Kakaopreise seien durch Spekulationen um bis zu 70 Prozent angestiegen, jetzt aber wieder etwas abgeflacht. Den Start in die laufende Saison bezeichnete das Unternehmen als ideal.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/2010 setzte der Lambertz-Gruppe das Wetter zu. Insgesamt erhöhte sich zwar der Umsatz um 1,2 Prozent auf gut 536 Millionen Euro, aber „frühlingshafte Temperaturen” im Herbst 2009 bremsten den Angaben zufolge die Lust auf vorweihnachtliches Gebäck. Der Umsatz bei Printen, Lebkuchen und Dominosteine sank nach satten Steigerungen in den Vorjahren um rund zwei Prozent. „Die letzte Saison war nicht so toll, aber wir sind mit einem kleinen Minus ganz gut rausgekommen”, sagte Bühlbecker.

Herbst- und Weihnachtsgebäck machen insgesamt 55 Prozent des Umsatzes aus, der Rest sind Ganzjahresgebäcke. Die Lambertz-Gruppe erhöhte mit ihren Traditionsmarken Lambertz, Kinkartz, Weiss und Haeberlein-Metzger ihren Markenanteil auf knapp 26 Prozent. Lambertz ist nach eigenen Angaben weltweiter Marktführer bei Saisongebäcken. An sieben Standorten arbeiten rund 3500 Beschäftigte.

Ein ungemütlicher September bescherte der Lambertz-Gruppe einen guten Start in die laufende Saison. „In dieser Saison läuft alles optimal und ideal”, sagte Produktionschef Ralf Fritzsche. Das Familienunternehmen rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einem Umsatzplus von bis zu vier Prozent.

In einem stagnierenden europäischen Markt sieht Lambertz gute Chancen in den USA. Die Produkte der Gruppe seien dort in den großen Ketten vertreten. Angaben zu Ergebnissen machte das Familienunternehmen nicht. Die Gruppe sei aber finanziell gut aufgestellt, um am Markt zu bestehen. Die Eigenkapitalquote betrage 60 Prozent.