Aachen: Preise: Stromversorger warten noch ab

Aachen: Preise: Stromversorger warten noch ab

Nach der Ankündigung, dass die Umlage zur Förderung des Ökostroms um knapp einen Cent steigen wird, haben viele Stromversorger in der Region noch nicht entschieden, ob sie die Strompreise für die Verbraucher 2014 anheben oder nicht.

„Wir werden uns jetzt in Ruhe die Auswirkungen auf uns und unsere Kunden prüfen. Danach werden wir unsere Kunden informieren, wenn eine Preisanpassung erforderlich ist“, sagt Sigrid Baum, Sprecherin der Stadtwerke Jülich.

Auch der Stromversorger Enwor wird erst Ende Oktober den Strompreis für 2014 bekanntgeben. „Uns sind noch nicht alle Steuern und Abgaben bekannt“, erklärt Wolfgang Fischer. Ähnlich reagierten die Stadtwerke Düren auf Anfrage. Viele Daten wie die Nutzentgelte seien noch nicht absehbar. Spätestens bis 15. November wisse man Bescheid und werde die neuen Preise bekanntgeben. Der Stolberger Stromversorger EWV hingegen kündigte ebenso wie die Aachener Stawag an, seine Preise stabil zu halten und trotz steigender EEG-Umlage nicht anzupassen. Stawag-Sprecherin Eva Wussing erklärte aber, dass dies nur bei gleichbleibenden Abgaben für Stawag und die anderen Stromversorger der Fall sei.

Die vier großen Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW, Amprion, Tennet und 50Hertz hatten mitgeteilt, dass die Ökostrom-Umlage 2014 auf 6,24 Cent steigen wird. Ein Haushalt mit 3500 Kilowattstunden Verbrauch muss damit 218 Euro im Jahr für die Umlage bezahlen, knapp 35 Euro mehr als bislang.

(rb)
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