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Preis für RWTH-Ableger

Preis für RWTH-Ableger

Aachen (an-o) - Die Solvent Innovation GmbH, Köln, ein Start-up der RWTH Aachen, ist mit dem Innovationspreis der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet worden.

Geschäftsführer Claus Hilgers hat Salze entwickelt, die bei Zimmertemperatur flüssig sind. Diese "ionischen Flüssigkeiten" können z. B. eingesetzt werden, um Dieselkraftstoff von unerwünschten Schwefelverbindungen zu befreien oder die Produktion von Pharmaka oder Feinchemikalien zu verbessern. NRW-Forschungsministerin Hannelore Kraft (SPD) dazu gestern: "Solvent Innovation ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Know-how aus nordrhein-westfälischen Hochschulen für die Wirtschaft erschlossen wird." Das Unternehmen ging 1999 aus dem Institut für Technische Chemie hervor, es wurde von Hilgers und Peter Wassercheid sowie Prof. Wilhelm Keim als Berater gegründet.

Hilgers wurde über das NRW-Existenzgründerprogramm PFAU ("Programm zur Finanziellen Absicherung von Unternehmensgründern aus Hochschulen") gefördert). Zwei Jahre lang konnte er in den RWTH-Labors experimentieren, um seine Idee in ein marktfähiges Produkt umzusetzen. Dabei wurden zwei neue Verfahren entwickelt und als Patent angemeldet. PFAU, so Hilgers, "war eine wichtige Hilfe beim Sprung aus der Forschung in die freie Wirtschaft".