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Post schließt 1000 Filialen

Post schließt 1000 Filialen

Bonn (an-o/ap) - Die Deutsche Post AG, Bonn, schließt etwa 1000 ihrer rund 13.000 Filialen. Dies ist eine Konsequenz aus der ab 1. Januar 2003 verordneten Porto-Senkung für Briefe und Postkarten.

Wie ein Sprecher am Donnerstag erläuterte, bedeute das allerdings nicht, dass unrentable Filialen bereits bis Jahresende geschlossen würden. Die Post AG sei nach Gesetz verpflichtet, 12.000 Annahmestellen in Deutschland zu unterhalten, verfüge derzeit aber über 13.000 Filialen, sagte Sprecher Jürgen Blohm. "Das ist eine Masse, mit der wir arbeiten werden." Schließlich müsse das Unternehmen Kosten senken, um die Einnahmeverluste von insgesamt 4,7 Prozent durch die Portosenkung auszugleichen.

300 Millionen Euro weniger Ertrag

Insgesamt beziffert das Unternehmen die Ertragsminderung durch die Verbilligung von Briefen und Postkarten auf 300 Millionen Euro pro Jahr. Deshalb hat das Unternehmen noch weitere Ausgleichsmaßnahmen ersonnen. So werden, wie bereits Mitte September mitgeteilt wurde, die Kunden ab 1. Januar für die bisher kostenlosen Leistungen Nachsendung und Postlagerung bezahlen müssen. Auch Einschreiben werden beim "Gelben Riesen" künftig teurer.

Ein Abbau von 10.000 Arbeitsplätzen wurde zwar ebenfalls als Sparmöglichkeit genannt, ist aber nach den Worten des Sprechers mehr als "rechnerische Größe" zu verstehen. Es sei "noch nichts ausgehandelt", sagte Blohm. Das Unternehmen arbeite in diesem Bereich mit der natürlichen Fluktuation; frei werdende Stellen werden nicht mehr nachbesetzt.