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Philips spürt Irak-Krieg

Philips spürt Irak-Krieg

Köln (an-o/dpa) - Der niederländische Elektronikriese Philips will nach den Milliardenverlusten 2002 die Kosteneinsparungen in diesem Jahr fortsetzen. Die angeschlagene Halbleitersparte soll wieder flott gemacht werden.

Der Bereich müsse "schöne schwarze Zahlen bringen", sagte Vorstandschef Gerard Kleisterlee am Rande einer zahnmedizinischen Fachmesse in Köln. "Die größte Herausforderung der Zukunft ist die Rückkehr zu einem gesunden und Gewinn bringenden Wachstum des Konzerns".

Philips hatte im vergangenen Jahr vor allem durch hohe Abschreibungen auf Beteiligungen am französischen Konzern Vivendi Universal einen Nettoverlust von 3,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Operativ schrieb der Konzern aber einen Gewinn von 420 Millionen Euro.

Unterdessen zeigen sich knapp eine Woche nach Beginn des Irak-Krieges erste Auswirkungen im Konsumentenverhalten, die auch Philips treffen könnten. In den USA sei das Geschäft im Einzelhandel in den vergangenen Tagen um fast zehn Prozent schwächer gewesen als normal, sagte Kleisterlee. Statt einzukaufen, blieben die Menschen zu Hause vor ihren Bildschirmen. "Wenn das länger dauert, wird sich der Krieg für uns in einigen Sparten bemerkbar machen".