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Philipp geht in dritte Amtszeit

Philipp geht in dritte Amtszeit

Leipzig (an-o/-lin) - Am Freitag wählen die Repräsentanten des mit sieben Millionen Beschäftigten wohl wichtigsten Wirtschaftszweigs ihren Präsidenten: Dieter Philipp aus Aachen soll in die dritte Amtszeit als Handwerks-Chef gehen.

Das deutsche Handwerk macht jährlich mit etwa 800 000 Betrieben rund eine halbe Billion Euro Umsatz und steht derzeit in der schwierigsten Situation seit Jahrzehnten: Die Wirtschaftsflaute trifft die mittelständischen Unternehmen besonders stark, die zudem Generationen- und Strukturwandel bewältigen müssen.

Deshalb übernimmt Dieter Philipp (59) als fünfter Handwerkspräsident der Nachkriegszeit beim Handwerkstag in Leipzig für seine dritte Amtsperiode eine ebenso schwierige Aufgabe wie 1996 bei seiner ersten Wahl: Damals galt es, die Handwerksorganisation zu modernisieren, eine Aufgabe, die der Aachen-Burtscheider erfolgreich gelöst hat. Seither ist das Handwerk auch auf politischer Ebene ein beachteter Gesprächspartner, nicht allein aufgrund schierer Organisationsgröße, sondern auch wegen seiner Inhalte.

So erregte es Aufsehen, als das Handwerk sich über Generalsekretär Schleyer aktiv an der Hartz-Kommission beteiligte, was andere Verbände mit Argwohn sahen. Um so wirksamer ist freilich Handwerks-Kritik an der Regierung: Hanns-Eberhard Schleyer warnte am Donnerstag nachdrücklich, das Hartz-Konzept weiter zu verwässern.