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Aachen: Ohne Luft noch 80 Kilometer

Aachen : Ohne Luft noch 80 Kilometer

Mit neuen Produkten, zusätzlichen Investitionen und schärferer Kostenkalkulation will das Reifenwerk Aachen der Continental AG, Hannover, beweisen, dass auch in Deutschland wettbewerbsfähig gefertigt werden kann.

Auch wenn die Konzernpolitik in Hannover eindeutig auf die Produktionsverlagerung in Billig-Länder abzielt, rechnet sich der Werksleiter Günther Gebhardt gute Chancen für den Standort Aachen aus. Dazu trägt auch der Produktionsrekord des letzten Jahres bei, über den Gebhardt am Dienstag berichtete.

Entgegen dem ursprünglichen Ziel von 7,4 Millionen lief am 18. Dezember der achtmillionste Reifen in Aachen vom Band. Im laufenden Jahr wird mit einem Anstieg bis auf 8,2 Millionen Reifen gerechnet. Dazu dürfte auch der neue Sicherheitsreifen SSR beitragen, der in Aachen als einzigem Konzernstandort gefertigt wird.

Der SSR, der in 18 Monaten entwickelt wurde und 15 Prozent teurer als herkömmliche Reifen ist, besitzt besondere Notlauffähigkeit: Nach einer Panne kann mit Tempo 80 km/h noch 80 Kilometer gefahren werden, bevor ein Wechsel erforderlich ist.

Aufträge liegen bereits von BMW für den neuen 1er und die Neuauflage des 3er-Modells vor. Zudem werden für Porsche ab 2004 Reifen im Format 18 und 19 Zoll produziert. Die Belegschaft liegt stabil bei 1360 Mitarbeitern und 190 Externen.