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Düsseldorf/Moskau: NRW zeigt sich von der besten Seite

Düsseldorf/Moskau : NRW zeigt sich von der besten Seite

Mit der bisher größten Russland-Initiative will NRW die engen Wirtschaftsbeziehungen zum östlichen Partner weiter ausbauen.

Ministerpräsident Peer Steinbrück (SPD) wird am 9. Juni mit 400 Spitzenmanagern, Wissenschaftlern und Politikern die Landespräsentation „Nordrhein-Westfalen in Russland” eröffnen.

Im Juli will NRW eine ständige Repräsentanz in Moskau einrichten, um die Zusammenarbeit zwischen Firmen aus NRW und Russland zu verbessern. Die insgesamt 2,7 Millionen Euro teure NRW-Präsentation soll die geplante NRW-Messe in Moskau ersetzen, die aus Kostengründen nicht stattfinden kann.

Die Handelsbeziehungen zwischen NRW und Russland haben sich trotz der Wirtschaftskrise gegenüber 1994 mit einem Volumen von vier Milliarden Euro verdoppelt. Dabei exportierte NRW vor allem Maschinen, Chemie-Erzeugnisse, Autos- und Autoteile für den russischen Markt. Mit einem jährlichen Wirtschaftswachstum von fünf Prozent ist der Markt auch für den Mittelstand hoch interessant.

An der ersten Landespräsentation seit 17 Jahren nehmen unter anderem die NRW-Firmen RWE, E-ON, ThyssenKrupp, Babcock, Degussa, Ruhrkohle AG, Deutz, Hochtief, Ruhrgas, Metro, Messe Düsseldorf und WestLB teil.

Ziel der Initiative ist auch die stärkere Zusammenarbeit der Hochschulen beider Länder. Deshalb werden auch die Rektoren der Unis und Fachhochschulen Köln, Düsseldorf, Bochum und die stellvertretende Vorsitzende des Forschungszentrums Jülich, Dorothee Dzwonnek, nach Moskau fahren.

Ein Auftritt der Düsseldorf Punkband „Toten Hosen” im Beiprogramm musste aus organisatorischen Gründen gestrichen werden.