Düsseldorf: NRW-Firmen bilden Mitarbeiter in der Krise weiter

Düsseldorf: NRW-Firmen bilden Mitarbeiter in der Krise weiter

NRW-Unternehmen qualifizieren ihre Mitarbeiter in der Wirtschaftskrise weiter.

Das seit 2007 laufende Angebot zur Weiterbildung gering Qualifizierter und beschäftigter Älterer in Unternehmen stößt auf zunehmendes Interesse, wie die NRW-Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte. Von den gut 100 Millionen Euro, die für NRW zur Verfügung stehen, sind demnach etwa vier Fünftel ausgegeben oder Unternehmen fest zugesagt.

Insbesondere das Potenzial der Mitarbeiter ohne Qualifikation oder mit nicht mehr aktuellen Fachkenntnissen sowie die Ressource der Älteren stehen im Fokus der Personalabteilungen. Mit Blick auf die demografische Wende und den nur vorübergehend in den Hintergrund getretenen Fachkräftebedarf nutzen die Unternehmen zunehmend die von den Agenturen für Arbeit angebotenen Qualifizierungsmöglichkeiten.

Während 2008 das Interesse NRW-weit noch enttäuschend war, wuchs in diesem Jahr die Nachfrage deutlich. Bis zur Jahresmitte begannen 6600 Beschäftigte Qualifizierungsmaßnahmen, damit fast soviel wie im gesamten Vorjahr (6990). Ein Grund liegt auch darin, dass in der gegenwärtigen Situation die Belegschaften nicht voll ausgelastet sind.

„Das Thema Weiterbildung ist in den Betrieben angekommen”, sagte Christiane Schönefeld, Chefin der NRW-Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. „Und es ist in NRW gelungen, die für das Qualifizierungsprogramm verfügbaren Mittel schon früh im Jahr einzusetzen. Dadurch sind die Qualifizierungen abgeschlossen, wenn sich die Auftragslage in den Unternehmen verbessert und die Arbeitskräfte gebraucht werden”, fügte sie hinzu.

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