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Neujahrsfalle bei Hauskauf

Neujahrsfalle bei Hauskauf

Schwäbisch Hall (an-o) - Der Unterschied klingt spitzfindig, macht sich aber in klingender Münze bemerkbar. "Das Jahr des Einzugs entscheidet über die tatsächliche Förderberechtigung", erklärt die Bausparkasse Schwäbisch Hall, "nicht das Kauf- oder Fertigstellungsdatum."

Konkret: Wer noch in diesem Jahr ein Einfamilienhaus kauft oder fertig stellt, aber erst im Jahr 2003 einzieht, verschenkt ein Jahr des achtjährigen Förderzeitraums, tappt also in die sogenannte Neujahrsfalle. "Bei einem Neubau gehen so schnell 2.556 Euro verloren", rechnet die Stiftung Warentest, Berlin, vor, "bei einem Altbau 1.278 Euro."

Denn das Jahr der Fertigstellung und der Anschaffung - also der Übergang von Besitz, Nutzen und Lasten - ist bei der Eigenheimförderung ausschlaggebend für den Beginn des Förderzeitraums. Zwar habe die Bundesregierung die Förderung reduziert, aber wer bis Silvester seinen Bauantrag eingereicht oder den notariellen Kaufvertrag unterschrieben hat, ist aus dem Schneider.

Bei Neubauten beginnt der Förderzeitraum der Eigenheimzulage mit dem Termin der Fertigstellung. Bei Gebrauchtimmobilien ist hingegen die Eigentumsübertragung maßgeblich. Das ist jener Zeitpunkt, "zu dem der Käufer wirtschaftlicher Eigentümer des Objekts wird", wie im notariellen Kaufvertrag terminlich festgelegt. Die Eigenheimzulage kann nur im Jahr der Fertigstellung oder Anschaffung der Wohnung und in den folgenden sieben Kalenderjahren in Anspruch genommen werden, so die Experten.