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Hamburg/Aachen: Neues Städteranking: Aachen landet im Mittelfeld

Hamburg/Aachen : Neues Städteranking: Aachen landet im Mittelfeld

Frankfurt, München und Stuttgart schneiden bei einem Städteranking des Hamburgischen WeltWirtschaftInstituts (HWWI) im Auftrag der Berenberg Bank bundesweit am besten ab, während alte Industriestädte wie Gelsenkirchen, Wuppertal und Chemnitz das Schlusslicht in Bezug auf die Zukunftsaussichten bilden.

„Diese Städte haben den Strukturwandel noch nicht vollzogen”, sagte HWWI-Direktor Thomas Straubhaar. Zu guten Platzierungen führten attraktive Standortbedingungen für innovative Wirtschaftszweige und Dienstleistungsunternehmen. Platz sieben teilen sich Köln und Hamburg. Berlin kommt als Hauptstadt lediglich auf den 24. Platz.

Auf Platz 14 von 30 untersuchten Standorte steht Aachen. Im Trendindex, in dem die Bevölkerungsentwicklung, die Erwerbstätigkeit und die Produktivität einfließen, liegt Aachen auf Platz 16 - im Standortindex (Bildung, Innovationsfähigkeit, Internationalität) sogar auf Rang vier.

Insgesamt kommt die Studie zu dem Schluss, dass die Chancen von Städten künftig außer von ihrer Bedeutung als Wirtschaftszentren vor allem von ihrem internationalen Ruf, von der Verkehrsanbindung sowie ihrer Attraktivität für Arbeitskräfte und Unternehmen abhängen. Wie ein Vergleich der führenden Städte der Studie zeige, gebe es dabei kein Patentrezept, sagte Straubhaar.

Klar erkennbar sei auch, dass die Städte schlecht abschnitten, die den Strukturwandel noch nicht begonnen hätten. „Zum Erfolg gibt es viele Wege, zum Misserfolg eigentlich nur einen”, sagte er. Beispiele für derartige Versäumnisse seien vor allem alte Industriestandorte im Ruhrgebiet wie Wuppertal, Gelsenkirchen und Bochum.

Für die Städterangliste haben Wissenschaftler des HWWI Daten von 30 deutschen Großstädten mit einer Einwohnerzahl von mehr als 250.000 Einwohner verglichen.