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Köln: Möbelkauf: Kunde achtet mehr auf Design

Köln : Möbelkauf: Kunde achtet mehr auf Design

Die deutsche Möbelbranche setzt nach deutlichen Umsatzeinbußen auf neue Design-Trends.

Gefragt seien flexible und multifunktionale Möbel in hellen und freundlichen Farbtönen. Wellness und eine neue Häuslichkeit („Cocooning” = Einspinnen) spielten eine wichtige Rolle. Das sagte der Präsident des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM), Helmut Lübke, am Dienstag in Köln vor der internationalen Möbelmesse „imm cologne 2003” (13.-19. Februar).

Der Kunde werde immer kritischer, und das Design immer wichtiger. Ein „ganz starkes, auszuschöpfendes Entwicklungspotenzial” liege im Export, sagte Lübke. Wachstum sei auch hier „in erster Linie über neues Design” zu erreichen.

Der Umsatz der Möbelindustrie schrumpfte in den ersten zehn Monaten 2002 um 9,8 Prozent auf 16,9 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr wird ein Minus von rund acht Prozent erwartet. Der Export legte dagegen leicht um 0,9 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2002 zu.

An der „imm cologne 2003” mit neuem Titel und neuer Ausrichtung nehmen laut KölnMesse rund 1350 Unternehmen aus 51 Ländern teil. Internationales Design und Küchen stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt des weltweit größten Möbelmarktes.

Für den Handel werde auch 2003 ein „schwieriges Jahr”, erklärte der Bundesverband des Deutschen Möbel-, Küchen- und Einrichtungsfachhandels (BVDM), ohne Zahlen zu nennen.

„Hoffnung schöpfen wir aus den neuen Design-Trends”, sagte BVDM-Hauptgeschäftsführer Thomas Grothkopp.