Geilenkirchen/Aachen: „mNemoscience” droht das Ende

Geilenkirchen/Aachen: „mNemoscience” droht das Ende

Die Liquidation des insolventen Hightech-Unternehmens „mNemoscience” mit Sitz in Übach-Palenberg und Aachen scheint beschlossene Sache.

Insolvenzverwalter Thomas Georg sieht keine andere Möglichkeit, als den 17 Mitarbeitern zum 1. August zu kündigen. Dies teilte er der Belegschaft in einer Betriebsversammlung mit. Seit Mitte Mai erhalten die Mitarbeiter Insolvenzgeld. Bereits seit Anfang des Jahres waren sie in Kurzarbeit beschäftigt.

Der Rechtsanwalt will nun ein offenes Bieterverfahren eröffnen, um einen Investor zu finden, der die Zukunft des Betriebes gegebenenfalls in Form einer neuen Gesellschaft sichert. Man stehe in Kontakt mit Dutzenden Interessenten, sagte Georg. „Die optimale Lösung wäre, einen Investor zu finden, der an diesem Standort mit den Mitarbeitern weitermacht und einen adäquaten Preis für die Patente zahlt.”

In Schieflage geraten war die mit renommierten Unternehmer- und Innovationspreisen ausgezeichnete Firma, nachdem der US-amerikanische Hauptinvestor aufgrund der Krise am Kapitalmarkt keine Zahlungen mehr leistete. „mNemoscience” hängt am finanziellen Tropf, da in den Laboren bisher nur geforscht und entwickelt wird.

Zu den Produkten des Unternehmens zählen unter anderem chirurgisches Nahtmaterial, das sich selbst verknotet, und so genannte Stents, die sich in verstopften Blutgefäße selbst fixieren und diese wieder erweitern. Serienreife erlangen sollten die „Formgedächtniskunststoffe” voraussichtlich erst im Jahr 2011.

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