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Mietmängel beseitigen

Mietmängel beseitigen

Berlin (an-o/dpa/gms) - Für die Beseitigung von Wohnungsmängeln ist grundsätzlich der Vermieter zuständig. Dies gilt selbst dann, wenn ein - unbekannter - Dritter den Mangel oder Schaden verursacht hat.

Wie der Deutsche Mieterbund (DMB), Berlin, erläutert, hat nach einem Urteil des Amtsgerichts Siegburg ein Vermieter die Kosten eines Schlüsseldienstes in Höhe von 98,99 Euro übernehmen müssen (Az.: 9 C 146/02).

Als die Mieterin von einem Klinikbesuch nach Hause kam, war das Schloss der Wohnungstür mit Klebstoff derart verklebt, dass die Tür mit dem Schlüssel nicht mehr zu öffnen war. Der sofort telefonisch informierte Vermieter weigerte sich, tätig zu werden, so dass die Mieterin den Schlüsselnotdienst einschaltete.

Das verklebte Türschloss gilt dem Urteil zufolge als Wohnungsmangel, und der Vermieter ist zur Instandhaltung oder Reparatur verpflichtet. Weigert er sich, kann der Mieter die Handwerker selbst beauftragen und verlangen, die Kosten vom Vermieter ersetzt zu bekommen.

Der gleiche Grundsatz gilt dem Gericht zufolge bei einer Rohrverstopfung: Auch hier muss der Vermieter die Reparatur oder Reinigung veranlassen und zahlen. Unzulässig ist es, diese Kosten über die Nebenkostenabrechnung auf alle Mieter des Hauses zu verteilen. Allenfalls könnte der Vermieter den Verursacher der Rohrverstopfung in Regress nehmen, so der DMB.