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Metro macht Märkte dicht

Metro macht Märkte dicht

Düsseldorf (an-o/ap/ddp) - Der Handelskonzern Metro treibt die Sanierung der tiefrote Zahlen schreibenden Extra-Verbrauchermärkte voran. Im 1. Quartal wurden bereits acht Standorte aufgegeben.

Wie Konzernchef Hans-Joachim Körber bei der Vorstellung der Quartalszahlen sagte, soll die Zahl der Extra-Märkte in den nächsten Jahren von 485 auf etwa 400 sinken.

Fast jeder fünfte Standorte steht damit zur Disposition. Zentrale Teile der Verwaltung werden von der Metro-Tochter Real übernommen. Unter dem Strich wird eine dreistellige Zahl von Arbeitsplätzen wegfallen. Doch werde die Zahl der gestrichenen Stellen unter 500 liegen, sagte der Manager. Dank der Einschnitte sollen sich die Verbrauchermärkte bereits 2004 wieder "stramm in Richtung schwarze Zahlen bewegen". Einige der größten Extra-Märkte sollen von der SB-Tochter Real übernommen, die meisten aber verkauft oder geschlossen werden. Metro sehe für Extra eine gute Perspektive als Nahversorger mit frischen Lebensmitteln und einem breitem Angebot, erläuterte Körber.

Unter dem Strich hat sich für den Metro-Konzern der preisaggressive Auftritt ("Geiz ist geil", "Ich bin doch nicht blöd") bei Saturn und Media Markt ausgezahlt. Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) wurde von minus 5,9 Millionen Euro auf plus 22,2 Millionen Euro verbessert. Der Umsatz nahm um 2,7 Prozent auf 12,1 Milliarden zu.

Das andere Sorgenkind des Konzerns, die Baumarktkette Praktiker, verringerte den operative Verlust um fast ein Drittel, der Umsatz wurde um mehr als ein Fünftel gesteigert.