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Mehr Berufspendler in NRW

Mehr Berufspendler in NRW

Düsseldorf (an-o) - Jeder Zweite der insgesamt 5,86 Millionen Beschäftigten in NRW muss pendeln - zu einem Arbeitsplatz außerhalb seines Wohnortes.

Täglich zeigen es Staus, volle Züge, Busse und Bahnen zur Rushhour an: Die Arbeitnehmer zwischen Herzogenrath und Höxter sind mobil. Nach der jüngsten Zählung des Landesarbeitsamtes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, sind dies Tag für Tag 2,87 Millionen Personen - die höchste Zahl an Berufspendlern. Allein seit 2000 stieg die Zahl der Pendler um weitere 59.000 an.

Weniger aus dem Osten

Die Arbeitsmarktlage in Nordrhein-Westfalen ist vermutlich auch einer der Auslöser dafür, dass die Zahl der Pendler aus den übrigen Bundesländern nach einem Anstieg von 17000 zwischen 2000 und 2001 im Jahresvergleich 2001/2002 wieder um 5700 gesunken ist. Insbesondere ging die Zahl der Einpendler aus den neuen Bundesländern in 2002 erstmals seit 1994 wieder zurück. Auch bei den Pendlern aus den Niederlanden und Belgien ist eine leicht rückläufige Tendenz zu beobachten.

Köln mit 211.000 Einpendlern und Düsseldorf mit 206.000 sind weiterhin die Städte in NRW, die die meisten Berufspendler anziehen, die Stadt Aachen kommt auf 58.400, der Kreis Aachen auf 43.100, der Kreis Düren auf 43.200 und der Kreis Heinsberg auf 30.500. Insbesondere in den Landkreisen arbeitet ein Großteil der erwerbstätigen Bevölkerung ußerhalb ihres Wohnortes: der Kreis Aachen zählt 66.000 Auspendler, der Kreis Düren 54.500 und der Kreis Heinsberg 51.000, etwa die Hälfte von ihnen arbeitet außerhalb des Heimarkreises.

In der Region haben einzig die Städte Aachen, Düren, Jülich, Würselen und Heinsberg mit 39.000, 9400, 2200, 1500 bzw. 890 einen positiven Pendlersaldo (Differenz zischen Ein- und Auspendlern).