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Marl/Würselen: Maxdata: Bringen Entlassungen die Wende?

Marl/Würselen : Maxdata: Bringen Entlassungen die Wende?

Nach mehreren Verlustjahren will der tief in die roten Zahlen gerutschte Computer-Hersteller Maxdata aus Marl im zweiten Halbjahr wieder schwarze Zahlen schreiben. Das Unternehmen hatte im Frühjahr angekündigt, etwa 300 Stellen - jeden vierten der 1200 Arbeitsplätze - zu streichen. Damit sei man im Plan. Auch in der Computer-Fertigung in Würselen bei Aachen fallen 105 Arbeitsplätze weg.

Für das Gesamtjahr 2006 erwarte man einen Verlust von etwa 25 Millionen Euro, sagte ein Firmensprecher am Dienstag. Im ersten Halbjahr hatte das Unternehmen mit einem Minus von fast 30 Millionen Euro noch rote Zahlen geschrieben. Für das kommende Jahr geht Maxdata bereits wieder von einem insgesamt ausgeglichenen Ergebnis aus.

Maxdata zählt zu den wenigen Unternehmen, die noch Computer in Deutschland herstellen. Der im Frühjahr beschlossene Restrukturierungsplan, der unter anderem eine geringere Anzahl von Produkten und Entlassungen vorsieht, greife bereits. In der Hauptverwaltung in Marl fallen 125 Stellen und in der Computer-Fertigung in Würselen 105 Arbeitsplätze weg. Weitere 60 Stellen werden im Ausland gestrichen.

Die Kündigungen würden vielfach zum 1. Oktober ausgesprochen. Nach den Entlassungen hat Maxdata noch rund 900 Beschäftigte - 425 am Firmensitz in Marl, 345 in Würselen und etwa 140 im Ausland. „Wir glauben nach wie vor an die PC-Fertigung in Deutschland”, sagte der Firmensprecher am Dienstag. Sie verspreche eine schnelle Lieferung und sei nah an den Märkten. Eine Produktionsverlagerung nach Osteuropa oder Asien komme nicht in Frage.

Maxdata machte im vergangenen Jahr 657,4 Millionen Euro Umsatz. Zu der 1987 gegründeten Firma gehört auch die Monitor-Marke Belinea. Maxdata produziert Computer, Notebooks und Netzwerkrechner (Server) vor allem für Geschäftskunden, also mittlere Unternehmen und Behörden.