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Aachen/Maastricht: Maastricht-Aachen: Unternehmer kritisieren Airport-Leitung

Aachen/Maastricht : Maastricht-Aachen: Unternehmer kritisieren Airport-Leitung

Unternehmer auf dem „Maastricht Aachen Airport” (MAA) haben die Flughafenleitung kritisiert, sie tue zu wenig für den Erhalt und Ausbau des Standortees. Es würden zu wenig Fluggesellschaften und andere Unternehmen angezogen, hieß es.

Nach Medienberichten haben sich zehn Unternehmer als Arbeitsgruppe „MAAD” (Maastricht Aachen Airport Development) zusammengeschlossen, um gemeinsam Druck zu machen. Sie fordern, aktiv in die Entwicklung des Standorts eingebunden zu werden und sehen den Staat in der Verantwortung, finanzielle Unterstützung zu leisten.

Der Geschäftsführer des Flughafens, Jan Tindemans, äußerte Verständnis für die Sorgen, wies aber den Vorwurf zurück, untätig zu sein. Kürzlich erst sei das Unternehmensberatungsbüro Roland Berger beauftragt worden, einen Plan für Maastricht Aachen zu entwickeln.

Ergebnis: Die Provinz solle den Ausbau der Infrastruktur des Flughafens finanzieren. Darunter würden etwa Landebahnen, Lotsen und Terminal fallen. Außerdem, so Tindemans weiter, sei er gerade mit zwei Flugunternehmen im Gespräch, die möglicherweise Amsterdam-Schiphol, aber auch Berlin, München und London anfliegen würden.

Der Flughafen gehört dem britischen Flughafenbetreiber Omniport. Der hatte den MAA 2004 für 12,5 Millionen Euro gekauft. Der Airport hat mit mehreren Problemen zu kämpfen, so einer vergleichweise kurzen Landebahn von 2,5 Kilometern Länge und einem ausnahmslosen Nachtflugverbot. Passagierflüge zu diversen europäischen Städten waren wegen fehlender Rentabilität gestrichen worden. Nur der Luftfrachtverkehr läuft gut.