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Berlin/Aachen: Lob für den Tarif-Abschluss bei Chemie

Berlin/Aachen : Lob für den Tarif-Abschluss bei Chemie

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement hat die Vereinbarung zur Schaffung von mehr Ausbildungsplätzen im neuen Tarifvertrag der Chemieindustrie „nachdrücklich” begrüßt.

„Ich hoffe sehr, dass er zum Beispiel für künftige Tarifverträge in anderen Branchen wird”, sagte Clement in Berlin. Wie berichtet vereinbarten die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) die Schaffung von mehr Ausbildungsplätzen.

Die bundesweit 580.000 Beschäftigten der Chemie-Branche erhalten der Vereinbarung gemäß eine Einkommensverbesserung im Gesamtvolumen von 2,1 Prozent. Kern ist eine Entgelterhöhung von 1,5 Prozent. Außerdem gibt es im Oktober eine relativ hohe Einmalzahlung von 7,2 Prozent eines tariflichen Monatsentgelts.

Der Aachener Arbeitgeberverband der Chemischen Industrie zeigt sich mit der Ergebnis der Tarifverhandlungen zufrieden. Gewerkschaften und Arbeitgeber hätten damit gezeigt, dass sie die Zeichen der Zeit erkannt haben. „Das moderate Wachstum der Löhne sichert die Arbeitsplätze hier in der Aachener Region”, betont der Vorstandsvorsitzende des Chemiearbeitgeberverbandes Dr. Klaus Glöggler, Geschäftsführer der Trommsdorff GmbH & Co. KG aus Alsdorf.

Als Bekenntnis zum Standort Deutschland wertet Glöggler, dass die Arbeitgeber ihr Ausbildungsplatzangebot weiter erhöhen werden, bis 2007 um immerhin sieben Prozent. „Damit haben wir gezeigt, dass wir ausbilden wollen und nicht dazu per Gesetz gezwungen werden müssen. Durch den jetzt erfolgten Abschluss sind unsere tarifgebundenen Mitglieder von der gesetzlichen Ausbildungsplatzabgabe befreit.”