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Nürnberg: Leoni zieht Kapitalerhöhung durch

Nürnberg : Leoni zieht Kapitalerhöhung durch

Der Autozulieferer Leoni zieht seine ins Auge gefasste Kapitalerhöhung durch.

Gegen Bareinlagen sei eine Kapitalerhöhung um knapp zehn Prozent beschlossen worden, teilte der Konzern am Donnerstag in Nürnberg mit. Leoni-Chef Klaus Probst hatte sich schon auf der Hauptversammlung im Mai die notwendige Zustimmung der Aktionäre eingeholt. Es würden 2,969 Millionen neue Aktien ausgegeben, hieße es in der Mitteilung. Die neuen Aktien seien ab 1. Januar 2011 gewinnberechtigt. Mit dem Erlös sollten das starke organische Wachstum sowie die Übernahme des verbliebenen 50-Prozent-Anteils am koreanischen Bordnetzhersteller Daekyeung finanziert werden.

Die knapp drei Millionen neuen Stückaktien werden der Gesellschaft zufolge institutionellen Investoren im Wege eines beschleunigten Verfahrens angeboten. Das Bezugsrecht der Aktionäre sei ausgeschlossen. Der Platzierungspreis werde unmittelbar nach Abschluss des Verfahrens - voraussichtlich am 1. Juli - festgelegt und bekanntgegeben.

Angesichts des starken Geschäftsverlaufs des zweiten Quartals bekräftigt Leoni zudem seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr. Mitte April hatte der Konzern die Prognose angehoben und einen Umsatz von rund 3,4 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von etwa 210 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Börsianer zeigten sich insgesamt nicht begeistert: Im außerbörslichen Handel bei Lang & Schwarz rutschten Leoni-Aktien im Vergleich zum Schluss im Hauptgeschäft um knapp drei Prozent ab.