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Aachen: Lambertz zielt auf jugendliche Käufer

Aachen : Lambertz zielt auf jugendliche Käufer

Zuerst die gute Nachricht: In diesem Jahr bleiben die Printen, Dominosteine, Spekulatius und andere Leckereien aus dem Hause Lambertz noch preisstabil.

Für das kommende Jahr kündigte der Aachener Süßwaren- und Gebäckhersteller Preiserhöhungen von bis zu fünf Prozent an. Grund sind die um 80 Prozent erhöhten Preise für Kakaobohnen, die auch jetzt bereits das Ergebnis belasten.

Dennoch zeigte sich der Alleininhaber der Lambertz-Gruppe, Hermann Bühlbecker am Donnerstag in Düsseldorf, mit dem Geschäftsjahr 2001/02 (30.6.) zufrieden, das mit einem Anstieg um 10,1 Prozent auf 378,8 Millionen Euro ein für die Branche überdurschnittliches Ergebnis gebracht habe.

Der Lambertz-Gruppe, zu der auch Heemann in Ladbergen, die Feinbäckerei Otten in Erkelenz, Kinkartz in Würselen, Weiss in Ulm und Haeberlein-Metzger gehören, sei es gelungen, den Anteil der Ganzjahres-Gebäcke auf 58 Prozent vom Umsatz zu steigern.

Vor fünf Jahren lag der Anteil der Jahresartikel erst bei einem Drittel. 15 Prozent enfallen noch auf Dominosteine, elf Prozent auf Printen, acht Prozent auf sonstige Saisonartikel und sieben Prozent auf Spekulatius.

Gleichzeitig bemüht sich die Gruppe, mit neuen und modern verpackten Produkte jugendliche Kunden zu erreichen. Lebkuchen einzeln aromageschützt eingeschweißt oder oder Dominosteine als Riegel sind dafür ein Beispiel.

Dem Wunsch vieler Ketten, eigene Handelsmarken zu präsentieren, kommt Lambertz entgegen.

Inzwischen wird ein Drittel der Produktion auf diese Weise abgesetzt. In seiner Prognose gibt Bühlbecker sich vorsichtig. Man müsse Abschied nehmen von den zweistelligen Wachstumsrsaten der letzten Jahre.

Nachdem innerhalb der Gruppe im vergangenen Jahr einschließlich des Standortes in Polen 114 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden, davon allein 30 bei Otten in Erkelenz, werde man auch bei der Mitarbeiterzahl künftig vorsichtiger disponieren.