1. Wirtschaft

Konjunkturelle Impulse fehlen

Konjunkturelle Impulse fehlen

Aachen/Düren (an-o) - Gespaltenes Bild auf dem regionalen Arbeitsmarkt: Während im Arbeitsamtsbezirk Aachen im September die übliche (saisonale) Herbstbelebung ausgeblieben ist, entspannte sich im Kreis Düren die Beschäftigungslage leicht.

Wie das Arbeitsamt Aachen, zuständig für die Stadt Aachen sowie die Kreise Aachen und Heinsberg, am Dienstag berichtete, ging zwar die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Ferienmonat August um rund 500 auf 35164 zurück, lag damit aber um 2247 über dem Vorjahresstand - ein Indiz für die schwächelnde Konjunktur.

Die Arbeitslosenquote (Basis: alle zivilen Erwerbspersonen) kletterte im Jahresvergleich um 0,5 auf 9,2 Prozent. Die Zahl der neu gemeldeten Stellen fiel mit 1348 deutlich geringer aus als im Vormonat (1585) und im Vorjahr (1732). Im Kreis Düren sank die Arbeitslosenzahl mit 10657 auf den niedrigsten Stand des laufenden Jahres. "Als klares Signal für eine Trendwende ist diese Entwicklung aber leider noch nicht zu bewerten", erklärte der Leiter des Arbeitsamtes Düren, Dirk Hohenböken.

Weiter auf saisonal hohem Niveau

Die Zahl der Menschen ohne Job verharre auf einem saisonal hohen Niveau, gegenüber dem Vorjahresmonat sei sie um 637 gestiegen. Grund für die hohen Arbeitslosmeldungen seien vor allem die anhaltenden Beschäftigungsprobleme in der Industrie, gefragt waren dagegen Erntehelfer in der Landwirtschaft. Die Arbeitslosenquote ging gegenüber August um 0,3 auf 8,4 Prozent, lag aber um 0,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Zahl der im September eingegangenen Stellenangebote stieg auf 790 - nach 458 im August und 451 im September 2001.

Erwartungsgemäß sank vor allem die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren, denn viele haben jetzt ein Studium oder eine andere Ausbildung aufgenommen.