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Köln wird zum Megastandort

Köln wird zum Megastandort

Aachen/Köln (an-o/Nachr./ddp) - "Wattikan" am Rhein: Köln, Sitz der RWE Rheinbraun AG, wird ein Megastandort des Essener Energieriesen RWE AG. Dies sieht der Sparplan "Akropolis" des neuen Konzernchefs Harry Roels vor.

Wie am Freitag in Kreisen der Gewerkschaft ICBE bestätigt wurde, wird die Kölner Tochter künftig den kompletten Geschäftsbereich Stromerzeugung führen und daher die Schwester RWE Power übernehmen. Bislang ist Rheinbraun nur für die Sparten Bergbau und Braunkohlenkraftwerke zuständig. Favorit für den Job des Vorstandsvorsitzenden der neuen Führungsgesellschaft, der auch die Dortmunder Harpen AG zugeschlagen wird und die insgesamt 15.000 Beschäftigte zählen soll, ist Rheinbraun-Chef Berthold A. Bonekamp. Wie es hieß, unterstreiche der Essener Multi damit auch sein Bekenntnis zur rheinischen Braunkohle, wie von der Landesregierung und der Bergbau-Gewerkschaft gewollt.

Verwaltungssitz der Führungsgesellschaft für den Vertrieb mit sechs Regionalgesellschaften soll Dortmund werden. Unter deren Dach werden RWE Plus, Gas, Net und Solutions mit mehr als 42.200 Mitarbeitern zusammengefasst.

1.000 Arbeitsplätze sollen gestrichen werden

Ein RWE-Sprecher wollte die Pläne am Freitag nicht bestätigen. Doch er betonte, bei den Umstrukturierungen werde "ein fairer Ausgleich zwischen allen Beteiligten" angestrebt. Offenbar sollen 1.000 Arbeitsplätze gestrichen werden, betriebsbedingte Kündigungen sind aber nicht vorgesehen. Roels hatte bereits auf der Hauptversammlung Mitte Mai angekündigt, noch im Sommer eine neue Konzernstruktur vorlegen zu wollen. Der Aufsichtsrat wird am 26. Juni in einer Sondersitzung darüber befinden