1. Wirtschaft

Kampf beim Mittelstandsverband

Kampf beim Mittelstandsverband

Geilenkirchen (an-o) - Im Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) gärt es weiter. Der Geilenkirchener Peter Schimitzek hat am Montag seine Kampfkandidatur gegen BVMW-Präsident Mario Ohoven, Düsseldorf, angekündigt.

"Ich bin der Auffassung, dass das Präsidentenamt von einem gestandenen Mittelständler und Praktiker übernommen werden muss", erklärte der Vorstandsvorsitzende der CSB-System AG, Geilenkirchen, gestern. Ohoven ist Finanzberater, der BVMW vertritt 51.000 Mittelständler.

CSB-System, 1977 von Schimitzek gegründet, stellt Branchen-Software her, mit 500 Mitarbeitern werden gut 60 Millionen Euro umgesetzt. Schimitzek, seit 1998 Mitglied des Wirtschaftssenats des BVMW, ist "äußerst unzufrieden" mit Ohovens Arbeit". Dieser sei in einer Branche tätig, "die mit mittelständischer Mentalität äußerst wenig gemein hat". Deswegen werde er am 29. November in Dresden gegen den Düsseldorfer antreten.

Seit der fristlosen Kündigung des langjährigen BVMV-Hauptgeschäftsführers Dieter Härthe gibt es offenen Streit im Verband. Härthe war wegen Untreueverdachts entlassen worden, er soll Verbandsgelder in Millionenhöhe unterschlagen haben. Härthe bestreitet dies. Aber auch der Präsident, dessen Frau Ute-Henriette Unecso-Botschafterin ist, ist ins Zwielicht geraten. Ex-Kunden bezichtigen Ohovens Investor und Treuhand-Beratungsgesellschaft mbH des Anlagebetrugs.